25.11.19 | Aktuelles Startseite

7. Hämatologiekurs

(News 11/2019 - C) Am 09. November 2019 lud einmal mehr das Zentrum für Diagnostik in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin III des Klinikum Chemnitz zu seinem mittlerweile 7. Hämatologiekurs ein. Bereits im Vorfeld waren alle 20 Teilnehmerplätze für die praktischen Übungen am Mikroskop frühzeitig ausgebucht und am Veranstaltungstag fanden sich auch die Zuschauerreihen für den Vortragsteil bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Teilnehmer fanden sich neben hämatologisch tätigen Ärzten auch interessierte Akademiker und MTAs, welche z.T. überregional aus ganz Ostdeutschland angereist waren.

Die diesjährige Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema „Reifzellige lymphatische Neoplasien – Differentialdiagnostische Herausforderungen“. Anhand ausgewählter Fallbeispiele aus der Klinik, welche von Frau Oberärztin Dr. Regina Herbst anschaulich präsentiert wurden, konnten die Fallstricke auf dem Weg zur korrekten Diagnose verdeutlicht werden. Dazu wurde zunächst mittels Video-Livemikroskopie durch die koordinierende MTA des Labors für Spezielle Hämatologie, Manuela Berta, die manuelle Differenzierung an Knochenmark- und Blutausstrichen vorgeführt. Entsprechend des realen diagnostischen Vorgehens wurde anschließend die Rolle der Immunphänotypisierung als differentialdiagnostisches Tool durch die akademische Leiterin der Speziellen Hämatologie, Dipl.-Biol. Marlene Rönitz, herausgearbeitet. Eine weitere Stufe im diagnostischen Vorgehen bildet im Anschluss die Zytogenetik mit der Chromosomenanalyse und Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung. Deren Vor- und Nachteile, sowie die die zunehmende Bedeutung molekulargenetischer Verfahren wie der Sequenzierung wurden von der akademischen Leiterin des Labors für Humangenetik, Dipl.-Biol. Sonja Schweinsberg, präsentiert. Ein entscheidender Anteil bei der Differentialdiagnose lymphatischer Neoplasien kommt schließlich der Histologie und Immunhistochemie zu. Dies wurde durch Herrn PD Dr. med. Olaf Dirsch, Chefarzt des Instituts für Pathologie am Klinikum Chemnitz, in eindrücklicher Weise veranschaulicht.

Im praktischen Teil der Veranstaltung konnten die Teilnehmer anschließend ausgewählte Knochenmarkpräparate unter fachlich kompetenter Betreuung an den eingerichteten Plätzen mikroskopieren sowie einen Einblick in das Methodenspektrum der Humangenetik gewinnen und anhand vorbereiteter Metaphaseaufnahmen selbst Karyogramme erstellen.