der bisher von uns verwendete Assay zur Bestimmung von Anti-TPO-Antikörpern wird vom Hersteller durch eine neue Version ersetzt. Die 2. Testgeneration nutzt monoklonale statt polyklonale Antikörper, wodurch hohe Spezifität und Chargenkonstanz sichergestellt werden. Die Ergebnisse korrelieren mit denen des vorigen Assays (Übereinstimmung: 92-96 %), es gibt jedoch einen neuen Entscheidungswert zur Diagnose einer Hashimoto-Thyreoditis, der nicht auf dem Referenzbereich einer gesunden Population, sondern auf einem klinischen cut-off beruht.
Der klinische cut-off-Wert von 20 kU/l wurde basierend auf Serumproben von Patienten bestimmt, bei denen innerhalb der letzten zwei Jahre eine Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert wurde und weist eine Sensitivität und Spezifität von ca. 90 % auf.
Ein Testergebnis, das gleich oder größer als 20 kU/l ist, gilt demnach als positiv für Anti-TPO-Ak. Bei gesunden, euthyreoten Personen lag der Median der Anti-TPO-Ak bei < 8 kU/l (Referenzbereich). Werte zwischen 8 und 20 kU/l gelten nicht als positiv, sie können aber einen frühen Hinweis auf ein potenzielles Risiko für Hashimoto-Thyreoiditis sein.
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