Borreliose INDIKATION

Synonym Lyme-Borreliose
Material Serum 1 ml; Serum 1 ml / Liquor 1 ml - Paar
Ansprechpartner Frau Dr. med. M. Roch
Tel: 0371 333 34561
Laborbereich Infektionsdiagnostik
Methode CLIA, Immunoblot; AI-Berechnung
Häufigkeit Mo. - Fr.
Standort

Klinikum Chemnitz (C)

Hinweis


IgM AK können etwa ab der 3. Woche nach Zeckenbiss auftreten, sind aber nur in einem Teil der Fälle nachweisbar. IgG AK werden in der Regel nach 4 - 6 Wochen gebildet. Ein negativer serologischer Befund schließt eine Lyme-Borreliose nicht aus. Gleichzeitig ist ein positiver Antikörpernachweis nicht beweisend für eine aktive Erkrankung. Die Lyme-Borreliose ist eine klinische Diagnose. Von serologischen Verlaufskontrollen zur Einschätzung des Therapieerfolgs wird abgeraten, da auch hierbei die klinische Beurteilung im Vordergrund steht. (Quelle: MiQ)

Kreuzreaktionen mit Borrelien-Antigenen sind bei Infektionen mit Treponema-, Leptospira- und anderen begeißelten Bakterien bekannt. Daher sollte bei positivem Borrelien-Antikörpernachweis und entsprechender Klinik gleichzeitig ein Lues-Suchtest zum Ausschluss einer Syphilis erfolgen. Eine akute EBV-Infektion kann zu polyklonaler Stimulierung von Borrelien-Antikörpern führen. Kreuzreaktionen mit Autoimmunerkrankungen sind u.a. ebenfalls beschrieben.

Direkte Nachweisverfahren mittels PCR aus Bioptaten und Punktaten (z.B. Gelenkpunktat) erfolgen als Fremdversand.

Indikation


Verdacht auf Lyme-Borreliose; Auftreten eines Erythema migrans innerhalb von Tagen bis Wochen nach Zeckenbiss, im weiteren Verlauf ggf. Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, Müdigkeit.
Verdacht auf Neuroborreliose mit brennenden Nervenschmerzen, Hirnnervenlähmungen, Taubheitsgefühlen, Seh- und Hörstörungen; selten auch Myokarditis mit Rhythmusstörungen.
Nach Monaten bis Jahren kann es zu einer Lyme-Arthritis (überwiegend Kniegelenke betroffen) und zur Ausbildung einer Acrodermatitis chronica atrophicans kommen.



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Zentrum für Diagnostik GmbH am Klinikum Chemnitz