Synonym | ACTH, Cortisol |
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Material | Serum 1 ml + EDTA-Plasma 1 ml |
Versandbedingung |
Serum gekühlt, Plasma gefroren |
Ansprechpartner |
Herr Dr. rer. nat. D. Pohlers Tel: 0371 333 33439 |
Laborbereich | Endokrinologie |
Häufigkeit | Mo. - Fr. |
Standort |
Klinikum Chemnitz (C) |
Hinweis |
Anstieg von ACTH und Cortisol bei erhöhtem basalen ACTH bei hypophysärem Cushing-Synd. Basal erhöhtes aber nicht stimulierbares ACTH bzw. Cortisol bei ektoper ACTH-Sekretion. Durchführung: Evtl. Glucocorticoide mind. 24 h vorher absetzen. 18 - 20 Uhr: i.v. Kanüle, Bettruhe des Pat. nach 1 Std. 1. Blutentnahme für Cortisol und ACTH. Danach langsame i.v. Interjektion von 100 µg CRH (bzw. 1 µg/kg KG). Nach 15, 30, 45, 60, 90 min. weitere Blutentnahmen. Kontraindikat.: CRH-Überempfindlichkeit. |
Indikation |
Prüfung der Adenohypophyse auf ACTH-Sekretion, Differentialdiagnose der Nebenniereninsuffizienz und des Cushing-Syndroms. |
Entsprechend der Tageszeit der Durchführung einer CRH-Stimulation sind für Nachmittags- bzw. Abendvarianten ausgehend von geringeren Basalwerten relativ größere Stimulationswerte zu erwarten. Deutlich höhere Vorinjektionswerte (-30´, -15´) deuten auf ungenügende Ruhephasen.
- bei Gesunden sollte ACTH um mindestens 50% ansteigen, Cortisol um mehr als 200 nmol/l
- bei hohen Ausgangswerten von ACTH u. Cortisol spricht eine geringe Stimulation nach CRH nicht für eine Insuffizienz
- kein Anstig von ACTH u. Cortisol erfolgt bei adrenalem oder iatrogenem Cushing-Syndrom
- Basal erhöhte, aber nicht stimulierte ACTH- und Cortisolwerte deuten auf ein ektopes ACTH-Syndrom bzw. hypophysäres
Cushing-Syndrom mit Makroadenom
- geringe bzw. abgeschwächte Stimulierbarkeit von ACTH u. Cortisol weisen auf eine sekundäre NNR-Insuffizienz hypophysärer Ursache hin
- deutlicher Anstieg von ACTH u. Cortisol weist auf eine tertiäre NNR-Insuffizienz hin
- exzessiver Anstieg von ACTH u. Cortisol weist auf ein hypothalamisch-hypophysäres Cushing-Syndrom hin
Der CRH-Test erlaubt in ca. 15% der Fälle keine korrekte Zuordnung.