TSH

Synonym Thyreotropes Hormon,Thyreotropin, Thyreoidea stimulierendes Hormon
Material Serum, Li.-Hep-Plasma 0,5 ml
Ansprechpartner Herr Dr. rer. nat. D. Pohlers
Tel: 0371 333 33439
Laborbereich Klinische Chemie
Methode ECLIA
Häufigkeit täglich
Hinweis

Erhöht: latente oder manifeste Hypothyreose, Schilddrüsenhormon-Resistenz, TSH-produzierendes Adenom (TSH-om), Autoimmunthyreopathie vom Typ Hashimoto (je nach Verlaufsstadium). Erniedrigt: latente oder manifeste Hyperthyreose, Schilddrüsenhormon-Substitutionstherapie, Hyperthyreosis facticia, M. Basedow. Pulsatile Freisetzung beachten, Werte liegen im späteren Tagesverlauf höher als morgens

Indikation

Schilddrüsenerkrankungen, Hyper- o. Hypothyreose-Screening (ggf. gemeinsam mit fT4), Verlaufs- u. Therapiekontrolle v. Schilddrüsenfunktionsstörungen, Abklärung von Hypoprolaktinämie o. Hypercholesterinämie, (gemeinsam m. fT4) Schilddrüsenhormonresistenz o. Non-thyroidal illnes (NTI); im TRH-Test bei Vd. auf hypothalamisch o. hypophysär bedingte Schilddrüsenerkrankungen sowie stationären Problemfällen mit schweren nicht-thyreoidalen Erkrankungen und gleichzeitigem Vd. aud eine Schilddrüsenerkrankung


Referenzbereich

Bezeichnung Einheit Geschlecht Alter Untergrenze Obergrenze
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 3 Tage 5,17 14,60
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 1 Monat 0,43 16,10
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 1 Jahr 0,62 8,05
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 6 Jahre 0,54 4,53
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 11 Jahre 0,66 4,14
TSH i. Serum mE/l undifferenziert bis 19 Jahre 0,53 3,59
TSH i. Serum mE/l undifferenziert > 19 Jahre 0,27 4,20

Zusatzinformationen

TSH Elecsys Fa. Roche Diagnostics

analytische Nachweisgrenze: 0,005 mE/l

funktionale Nachweisgrenze: 0,014 mE/l

Schwankungen der TSH-Werte während eines Jahres um biszu +/- 50 %.

TSH wird pulsatil freigesetzt. Dabei ergibt sich eine Tagesrhythmik mit den höchsten Werten um 24.00 Uhr und den niedrigsten gegen 16.00 Uhr.

Nichtreif geborene Kinder erreichen den normalen Hormonstatus reifgeborener Kinder ca. 4-8 Wochen nach der Geburt.

In einigen Schwangerschaften (ca. 3 %) kommt es komplementär zum HCG-Gipfel zu einem deutlichen Rückgang des TSH (Nadir etwa in der 10. SSW).

Längere körperliche Anstrengungen führen zu einem Anstieg von TSH (um bis zu 60 %).

Therapie:

- Radiojodtherapie: Normalisierung des TSH nach ca. 6 Monaten

- Schilddrüsenhormon-Substitutionstherapie: NACB-Optimum 0,5-2,0 mE/l

- OP benigner Schilddrüsenerkrankungen (ohne euthyreote Struma endemica)

--> unter Thyroxintherapie (bei uni-/multifokaler Autonomie): 0,3-0,8 mE/l

--> bei M. Basedow u. nach Thyreoiditis -> TSH im Referenzbereich



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Zentrum für Diagnostik GmbH am Klinikum Chemnitz