von-Willebrand-Faktor-Antigen

Synonym VWF-Antigen, VWF:Ag
Material Citrat-Plasma 1 ml
Versandbedingung


Nach Abnahme zügiger Transport des Citrat-Blutes ins Labor, 2x zentrifugieren, Plasma umgehend tieffrieren, -20°C,
Versand tiefgefroren (auch von den Standorten nach Chemnitz);
Präanalytische Hinweise unter BEACHTE

Ansprechpartner Frau Dr. med. S. Fritz
Tel: 0371 333 33434 / 33435
Laborbereich Hämostaseologie
Methode Immunturbidimetrie
Häufigkeit Mo. - Fr. nach Bedarf
Hinweis

Der von-Willebrand-Faktor ist ein Akutphasenprotein und unterliegt einer Vielzahl endogener (Anstieg bei Entzündungsprozessen, postoperativ, in der Schwangerschaft, etc.) und exogener/präanalytischer Einflüsse (Erhöhung bei erschwerter Blutentnahme/zu lange Stauung, bei Kindern). Ebenso sollte die Blutgruppenabhängigkeit der VWF-Konzentration (bei BG 0 durchschnittlich um 25 % niedrigere Werte) berücksichtigt werden.
Da die Plasmakonzentration durch o. g. Effekte starken Schwankungen unterliegen kann, sollte die Interpretation immer die aktuelle klinische Situation berücksichtigen. Oftmals sind zur Diagnosesicherung Wiederholungsuntersuchungen zu verschiedenen Zeitpunkten erforderlich.
Die isolierte Bestimmung des VWF:Ag erlaubt keine Aussage zur Funktionalität des VWF-Moleküls, sodass zur Erfassung eines VWS Typ II immer auch die Bestimmung von VWF:RCo und VWF:CB, ggf. auch eine Multimerenanalyse erfolgen sollte (s. a. VWS-Diagnostik).

Indikation

Verdacht auf angeborenes/erworbenes von-Willebrand-Syndrom (VWS) und Verlaufskontrolle unter Therapie;
Differentialdiagnostik des Faktor-VIII-Mangels (Hämophilie A);
Diagnostik bei angeborenen/erworbenen Blutungsleiden unklarer Genese;
Abklärung einer verlängerten PFA-Verschlusszeit (oder Blutungszeit)


Referenzbereich

Bezeichnung Einheit Geschlecht Alter Untergrenze Obergrenze
vWF:Antigen % undifferenziert undifferenziert 50 160


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Zentrum für Diagnostik GmbH am Klinikum Chemnitz