von-Willebrand-Faktor-Kollagenbindungsaktivität

Synonym VWF-Kollagenbindungsaktivität, VWF:CB
Material Citrat-Plasma 1 ml
Versandbedingung

Nach Abnahme zügiger Transport ins Labor: Plasma 2x abzentrifugieren und Messung innerhalb von 3 h nach Blutentnahme, sonst einfrieren (mind. -20 °C);

Ferntransport/Versand tiefgefroren;
s. a. präanalytische Hinweise - BEACHTE

Ansprechpartner Frau Dr. med. S. Fritz
Tel: 0371 333 33434 / 33435
Laborbereich Hämostaseologie
Methode Chemilumineszenz-Immunoassay
Häufigkeit Mo. - Fr. nach Bedarf
Hinweis

Die VWF-Kollagenbindungsaktivität ist ein Maß für die Interaktion des VWF mit dem subendothelialem Kollagen und somit Indikator qualitativer Vatianten des VWS mit gestörter adhäsiver Funktion des VWF (insbesondere bei Verminderung/Fehlen der hochmolekularen VWF-Multimere). Dafür sensitiver als VWF-Ristocetin-Kofaktor-Aktivitätsmessung.
Das Ausmaß der VWF-Kollagenbindungsaktivität ist blutgruppenabhängig mit niedrigeren Werten bei Individuen der BG 0.

Indikation

Verdacht auf angeborenes/erworbenes von-Willebrand-Syndrom (VWS), insbesondere bei V. a. funktionellen Defekt des von-Willebrand-Faktors (VWF) und Subtypisierung des VWS;
Differentialdiagnostik des Faktor-VIII-Mangels (Hämophilie A);
Diagnostik bei angeborenen/erworbenen Blutungsleiden unklarer Genese;
Abklärung einer verlängerten PFA-Verschlusszeit (oder Blutungszeit)


Referenzbereich

Bezeichnung Einheit Geschlecht Alter Untergrenze Obergrenze
vWF:Collagenbindungsaktivität % undifferenziert undifferenziert 50,5 181,2

Zusatzinformationen


Blutgruppenabhängige Referenzbereiche:

Blutgruppe 0: 47,0 - 170,7 %
Blutgruppe A + B + AB: 61,1 - 193,3 %


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Zentrum für Diagnostik GmbH am Klinikum Chemnitz